ARABIN® Cerclage Pessar perforiert

Indikation
Verhinderung der Frühgeburt

Kategorie:

Beschreibung

Das Cerclage Pessar besteht aus gewebefreundlichem Silikon. Es kann bei Raumtemperatur bei 1 bis 30 °C geschützt vor UV Strahlung ohne direkten Kontakt zu reaktiven Medien wie Gas, Ozon oder Mineralöl gelagert werden.

Seit Einführung des Modells wurde das Produkt stufenweise in Material und Konsistenz verbessert. Seit 2020 wurden objektive Kompressionswerte passend zur Indikation standardisiert (Modell 3).

Eine ausführliche aktualisierte klinische Bewertung finden Sie unter Downloads / Klinische Bewertungen in englischer Sprache.

Anwendungsbereich

Das Cerclage Pessar besteht aus flexiblem gewebefreundlichem Silikon. Wie alle Silikonpessare ist es elastisch, kann gefaltet und dadurch schmerzfrei eingeführt werden. Mit dem Cerclage Pessar werden Schwangere behandelt, bei denen eine Druckentlastung und Formerhaltung des Muttermundes beabsichtigt ist. Hierunter fallen Schwangere mit belasteter Vorgeschichte (vorangegangene Frühgeburt, Eingriffe am Muttermund), Mehrlingsschwangerschaften mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko und Schwangere, bei denen während einer Routineuntersuchung mit transvaginaler Sonographie eine verkürzte Zervix nachgewiesen wurde. Die Behandlung kann ab der 12. Schwangerschaftswoche erfolgen. Das Pessar verschließt den Muttermund nicht komplett, aber verlagert ihn nach hinten. Ausfluss kann so weiter abfließen. Der Winkel zwischen Gebärmutter und Gebärmutterhals wird jedoch verändert. Hierdurch soll eine Druckentlastung des inneren Muttermundes erfolgen. In einigen Fällen, vor allem bei Mehrgebärenden und Mehrlingsschwangerschaften, werden auch Senkungsbeschwerden in der Schwangerschaft („Druck nach unten bei körperlicher Belastung“) behandelt. Bei erhöhter vaginaler Sekretion ermöglicht die Lochung (Typ ASQ) ein besseres Ablaufen des Fluors. Aufgrund randomisierter Studien konnte festgestellt werden, dass trotz Fluor bei Pessargebrauch die natürliche Keimbesiedelung unverändert bleibt, daher keine erhöhte Infektionsgefahr besteht und auch keine routinemäßige antibiotische Behandlung oder Pessarenfternung erforderlich ist.

Hinweise

Das Produkt darf nur an einer einzigen Patientin verwendet werden (Single Use).

Größenbestimmung

Bitte treffen Sie Ihre Entscheidung und klicken Sie „Berechnen“.
1
1. Schwangerschaftsdrittel (z.B. nach einer Konisation)
2. Schwangerschaftsdrittel
2
Einlingsschwangerschaft
Mehrlingsschwangerschaft
3

Keine vorangegangene Vaginalgeburt und/oder kleine Mutter
vorangegangene Vaginalgeburt und/oder große Mutter

4
Kein / Y-förmige Tricherbildung des inneren Muttermundes
V- / U-förmige Trichterbildung des inneren Muttermundes
Berechnen
Äußerer Durchmesser
Höhe
Innerer Durchmesser

HINWEIS: Die endgültige Entscheidung über Ausführung sowie Größe trifft Ihr Arzt nach vorheriger persönlicher Untersuchung!

 

Anwendung, Überwachung und Entfernung

Die Anleitungen werden aufgrund aller Studien und Feedback aus der post-klinischen Nachsorge unserer Produkte angepasst.

Die aktuellste Version finden Sie unter Downloads / Anleitungen.

Laura GoodfellowText Concept:
Laura Goodfellow
Angharad CareVoicing:
Angaharad Care

 
Bei Einführung des Pessars soll die Wölbung des Pessars nach oben zeigen, sodass der kleinere Durchmesser so hoch wie möglich den Muttermund zusammenhält und der größere Durchmesser die Gebärmutter drehen und abstützen kann. Das Pessar wird gefaltet und dann so hoch wie möglich im hinteren Scheidengewölbe nach kranial verschoben, bis der Muttermund im oberen Durchmesser liegt. Der Arzt kontrolliert, ob der Muttermund durch den oberen Rand des Pessars umschlossen ist. Eventuelle Senkungsbeschwerden können nach Legen des Pessars behoben sein. Bei sehr starker Senkung oder Gebärmuttervorfall sollte ein anderes Pessar gewählt werden. Das Einführen des Pessars kann durch ein Gleitmittel oder Flüssigkeit, die bestenfalls die Döderlein Flora nicht angreifen, erleichtert werden.

Bei Beschwerdefreiheit kann das Pessar bis zur 37. Schwangerschaftswoche liegen blieben. In Ausnahmen (z.B. alte Blutung) kann es entfernt, gesäubert und wiedereingesetzt werden. Vaginalsonographische Untersuchungen bei liegendem Pessar sind möglich, indem man die Vaginalsonde oberhalb (auch ggf. unterhalb) des Pessars auf die vordere (unter die hintere) Muttermundslippe platziert. Bei Kaiserschnitt wird das Pessar vor der Entwicklung des Kindes entfernt. Auch bei schmerzhaften Wehen oder Blutungen muss das Pessar nach einer Spekulum-Untersuchung entfernt werden.

Bei der Entfernung des Pessars schiebt man zunächst vorsichtig den Muttermund zurück und zieht das Pessar heraus. Sollte das Pessar wegen Ödembildung oder wegen schon eingesetzter Wehen zu festsitzen, kann man es mit einer Episiotomie Schere durchschneiden. Auf keinen Fall sollte man das Pessar gewaltsam entfernen und dadurch eine Verletzung des Gebärmuttermundes verursachen.

Zusätzliche Information

Cerclage-Größen

65/17/32 mm, 65/17/35 mm, 65/21/32 mm, 65/21/35 mm, 65/25/32 mm, 65/25/35 mm, 65/30/35 mm, 70/17/32 mm, 70/17/35 mm, 70/21/32 mm, 70/21/35 mm, 70/25/32 mm, 70/25/35 mm