ARABIN® Cerclage Pessar ungelocht

Indikation

  • Verhinderung der Frühgeburt
Artikelnummer: ...
Pharma Nr.: PZN
Hilfsmittel-Positions Nr.: 15.25.21.0900
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Das Cerclage –Pessar besteht aus flexiblem gewebefreundlichem Silikon. Wie alle Silikonpessare ist es elastisch, kann gefaltet und dadurch schmerzfrei eingeführt werden. Mit dem Cerclage Pessar werden Schwangere behandelt, bei denen eine Druckentlastung und Formerhaltung des Muttermundes beabsichtigt ist. Hierunter fallen Schwangere mit belasteter Vorgeschichte (vorangegangene Frühgeburt, Eingriffe am Muttermund), Mehrlingsschwangerschaften mit erhöhtem Frühgeburtsrisiko und Schwangere, bei denen während einer Routineuntersuchung mit transvaginaler Sonographie eine verkürzte Zervix nachgewiesen wurde. Die Behandlung kann ab der 12. Schwangerschaftswoche erfolgen. Das Pessar verschließt den Muttermund nicht komplett, aber verlagert ihn nach hinten. Ausfluss kann so weiter abfließen. Der Winkel zwischen Gebärmutter und Gebärmutterhals wird jedoch verändert. Hierdurch soll eine Druckentlastung des inneren Muttermundes erfolgen. In einigen Fällen, vor allem bei Mehrgebärenden und Mehrlingsschwangerschaften, werden auch Senkungsbeschwerden in der Schwangerschaft („Druck nach unten bei körperlicher Belastung“) behandelt. Bei erhöhter vaginaler Sekretion ermöglicht die Lochung (Typ ASQ) ein besseres Ablaufen des Fluors. Aufgrund randomisierter Studien konnte festgestellt werden, dass Fluor bei Pessargebrauch nicht mit erhöhter Infektionsrate verbunden ist.

Das Produkt darf nur an einer einzigen Patientin verwendet werden und soll bei Zimmertemperatur gelagert werden. Das Säubern des Pessars sollte unter fließendem lauwarmen Wasser ohne Verwendung von Desinfektionsmittel erfolgen. Das Material ist mit aldehydischen Desinfektionsreinigern kompatibel (z.B: Gigasept FF neu) und geeignet für die Dampfsterilisation bis 134ºC /3,8 bar bzw. Heißluftsterilisation bis 250ºC.

Das Herausnehmen und Säubern des Pessars ist bei „normaler“ Anwendung nicht erforderlich.

Bitte treffen Sie Ihre Entscheidung und klicken Sie "Berechnen".
1
1. Schwangerschaftsdrittel (z.B. nach einer Konisation)
2. Schwangerschaftsdrittel
2
Einlingsschwangerschaft
Mehrlingsschwangerschaft
3
Keine vorangegangene Vaginalgeburt und/oder kleine Mutter
vorangegangene Vaginalgeburt und/oder große Mutter
4
Kein / Y-förmige Tricherbildung des inneren Muttermundes
V- / U-förmige Trichterbildung des inneren Muttermundes
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Äußerer Durchmesser

Höhe

Innerer Durchmesser


HINWEIS: Die endgültige Entscheidung über Ausführung sowie Größe trifft Ihr Arzt nach vorheriger persönlicher Untersuchung!



Bei Einführung des Pessars soll die Wölbung des Pessars nach oben zeigen, sodass der kleinere
Durchmesser so hoch wie möglich den Muttermund zusammenhält und der größere Durchmesser
die Gebärmutter drehen und abstützen kann. Das Pessar wird gefaltet und dann so hoch wie möglich
im hinteren Scheidengewölbe nach kranial verschoben, bis der Muttermund im oberen Durchmesser
liegt. Der Arzt kontrolliert, ob der Muttermund durch den oberen Rand des Pessars umschlossen ist.
Eventuelle Senkungsbeschwerden können nach Legen des Pessars behoben sein. Bei sehr starker
Senkung oder Gebärmuttervorfall sollte ein anderes Pessar gewählt werden. Das Einführen des
Pessars kann durch Gleitmittel, das Döderlein Flora nicht zerstört, noch erleichtert werden.

Bei Beschwerdefreiheit kann das Pessar bis zur 37. Schwangerschaftswoche liegen blieben. In
Ausnahmen (z.B. alte Blutung) kann es entfernt, gesäubert und wiedereingesetzt werden.
Vaginalsonographische Untersuchungen bei liegendem Pessar sind möglich, indem man die
Vaginalsonde oberhalb (auch ggf. unterhalb) des Pessars auf die vordere (unter die hintere)
Muttermundslippe platziert. Bei Kaiserschnitt wird das Pessar vor der Entwicklung des Kindes
entfernt. Auch bei schmerzhaften Wehen oder Blutungen muss das Pessar nach einer Spekulum-
Untersuchung entfernt werden.

Bei der Entfernung des Pessars schiebt man zunächst vorsichtig den Muttermund zurück und zieht
das Pessar heraus. Sollte das Pessar wegen Ödembildung oder wegen schon eingesetzter Wehen zu
festsitzen, kann man es mit einer Episiotomie Schere durchschneiden. Auf keinen Fall sollte man das
Pessar gewaltsam entfernen und dadurch eine Verletzung des Gebärmuttermundes verursachen.